Es wird viel erzählt über MicroServices. Wo finde ich hilfreiche Information, wie das wirklich funktionieren kann?

Wie das wirklich funktionieren kann, ist von vielen Faktoren abhängig, nicht nur technischen.

Für Dein Grundlagen-Verständnis über Micro Services sollte Wikipedia ausreichen:
https://de.wikipedia.org/wiki/Microservices

Martin Fowler ist ein Pioneer der Micro Services und veröffentlich gute Artikel zum Thema:
https://www.martinfowler.com/articles/microservices.html
https://martinfowler.com/articles/microservice-trade-offs.html

Wie alle Service-Orientierten Paradigmen verlangen Micro Services ab einer gewissen Projekt- oder Portfolio-Größe ein gutes Informations-Management und eine reife Architektur-Fähigkeit der Organisation.

Durch die höhere Anzahl an Komponenten entstehen mehr Architekturbausteine als bei anderen Architekturstilen. Micro Services gehen deshalb einher mit anderen, unterstützenden Praktiken, insbesondere DevOps. Die Forderung von DevOps alles zu automatisieren und häufig zu liefern, ermöglichen erst die effiziente Entwicklung und Betrieb von Micro Services.

Eine schnelle, robuste Infrastruktur wird benötig. Generell ist HTTP und Restful-API die Basis der Kommunikation zwischen den Komponenten. Weil jede Komponente nur eine einzige, meist sehr dezidierte Aufgabe erfüllt, wird bei der Abarbeitung der Geschäftsprozesse mehr Kommunikation erforderlich als bei klassischer Service Oriented Architecture (SOA) oder Monolithen.

Die Best Practice dieses Architekturstils zielen darauf die Parallelität von Komponenten dynamisch den Anforderungen anzupassen. Dies geschieht durch die automatische Installation und Konfiguration oder Deinstallation der Services. Das flexible Kombinieren mehrerer Services zu einer Komposition bezeichnet man als Orchestrierung.

Insgesamt stellen Micro Services ab einer gewissen Komplexität, hohe Anforderungen an die Architektur-Fähigkeit im Unternehmen. Wer keine Erfahrungen hat, sollte ein Business Transformation Readiness Assessment durchführen. Hierbei werden nicht nur technische Aspekte betrachtet sondern weitere Faktoren wie Motivation und Kompetenzen.

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